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Stutzberg © Frastanz
Stutzberg © Frastanz
© Grosses Walsertal
© Grosses Walsertal
Wir, die Mitglieder des Gemeindenetzwerks Allianz in den Alpen sind überzeugt, dass die Gemeinde eine zentrale Ebene für die Umsetzung einer nachhaltigen Alpenpolitik darstellt. Seit 10 Jahren setzen wir uns für die Verwirklichung einer solchen Politik in unseren Gemeinden in allen Themengebieten der Alpenkonvention ein. Hierzu betrachten wir die Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinweg als wesentliches Instrument. Die Arbeit des Gemeindenetzwerks und seiner Mitglieder erfordert die politische und finanzielle Unterstützung auf allen politischen Ebenen. Wir haben erkannt, dass eine nachhaltige Entwicklung im Sinne der Agenda 21 von Rio langfristig der einzige Weg ist, unseren Lebensstandard mit der natürlichen Umwelt im Alpenraum in Einklang zu bringen. Wir verstehen uns deshalb als treibende Kraft für die Umsetzung der Alpenkonvention und sind als solche auch von den Alpenstaaten und der EU offiziell anerkannt. Wir streben mit unserer Politik ein zukunftsbeständiges Wirtschaften und eine nachhaltige Nutzung der Umwelt an. Damit sichern wir die soziale Stabilität sowie die kulturelle Identität und Eigenständigkeit in unseren Gemeinden.

Unsere Leitsätze

1. Vorbild-Gemeinden für nachhaltige Entwicklung

Wir wollen Vorbild-Gemeinden für eine nachhaltige Entwicklung im Sinne der Agenda 21 von Rio im Alpenraum sein und betreiben Lobbying für die Alpenkonvention. Wir setzen uns dafür ein, dass die Ausführungsprotokolle der Alpenkonvention auf der kommunalen, regionalen, nationalen und internationalen Ebene umgesetzt werden.

2. Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch

Wir arbeiten im Gemeindenetzwerk intensiv zusammen und pflegen einen aktiven Erfahrungsaustausch mit Regionen und Städten innerhalb und ausserhalb des Alpenraums. Wir üben Solidarität mit anderen Berggebieten der Welt.

3. Breitenwirkung

Wir setzen beispielhafte Projekte mit ökologischen, sozioökonomischen und politischen Innovationen um, die auch über die Gemeindegrenze hinaus wirksam sind. Wir möchten unsere Erfolge alpenweit und über die Alpen hinaus erkennbar machen und damit eine grosse Breitenwirkung erzielen.

4. Beteiligung der Bevölkerung

Wir wollen, dass alle interessierten Einwohnerinnen und Einwohner, Gruppen, Organisationen und Institutionen wie in der Agenda 21 von Rio vorgesehen, an lokalen Entscheidungs-, Planungs- und Umsetzungsprozessen der kommunalen Politik aktiv mitwirken können. Hierzu schaffen wir geeignete Strukturen.

5. Natur und Kulturlandschaft

Wir setzen uns für die Erhaltung und Weiterentwicklung von Natur (Biodiversität), Landschaft und Kultur in den Alpen ein, dies inner- und ausserhalb von Schutzgebieten. Wir wollen damit die alpine Kulturlandschaft als Basis für nachhaltiges Leben und Wirtschaften für unsere und für zukünftige Generationen bewahren.

6. Wirtschaft und Wertschöpfung

Wir setzen uns für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung ein und fördern Produkt- und Dienstleistungsketten, welche auf den besonderen Potenzialen und Ressourcen unserer Gemeinden und Regionen basieren. Wir verbessern dadurch die regionale Wertschöpfung, schaffen Arbeitsplätze und suchen so nach einer konstruktiven Antwort auf die Globalisierung.

7. Neue Massstäbe bei den Dienstleistungen

Wir erhalten und verbessern die Lebensqualität in unseren Gemeinden, indem wir bei den Dienstleistungen im öffentlichen Interesse (Mobilität, Bildung, Gesundheitswesen etc.) neue Massstäbe setzen, auch im Sinne der Geschlechtergerechtigkeit. Wir arbeiten an Verbesserungen für die Möglichkeit zur gleichberechtigten Teilnahme aller Einwohne-rInnen am gesellschaftlichen Leben. Wir stärken damit die soziale Handlungsfähigkeit in den Alpen und sichern unsere Gemeinden als attraktive Lebensräume.

8. Verkehr

Wir engagieren uns für innovative Lösungsansätze zur Reduktion des stark wachsenden motorisierten Individual- und Güterverkehrs. Wir wollen den Verkehr auf umweltfreundliche Transportmittel verlagern und eine nachhaltige Mobilität fördern.

9. Klimawandel

Wir sehen den globalen Klimawandel als grosse Herausforderung für die Zukunft insbesondere der Berggebiete. Wir räumen der Bekämpfung der Ursachen und der umweltverträglichen Anpassung an die Folgen des Klimawandels einen besonderen Stellenwert ein.

10. Prozess und Qualität

Wir legen bei allen unseren Tätigkeiten größten Wert auf Dynamik und überprüfbare Qualität. Modernes Projekt- und Prozessmanagement sind dafür wichtige Werkzeuge. Deshalb beobachten und überprüfen wir auch unsere Ziele, Aktivitäten und Projekte in Bezug auf die Anforderungen der der nachhaltigen Entwicklung und der Alpenkonvention laufend. Wir wollen dadurch eine kontinuierliche Verbesserung unserer Arbeit im Gemeindenetzwerk und darüber hinaus erreichen.