Zentralasiatische Bergdorfallianz
Seit dem Internationalen Jahr der Berge 2002 arbeitet die CIPRA gemeinsam mit dem Gemeindenetzwerk “Allianz in den Alpen“ und der Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) am Aufbau eines Gemeindenetzwerks in Zentralasien. Die Zentralasiatische Bergdorfallianz hat heute 20 Mitglieder in den Ländern Tadschikistan, Kirgistan und Kasachstan.
Die Zusammenarbeit der Zentralasiatischen Bergdorfallianz und des Netzwerks „Allianz in den Alpen“ wurde mit der Gründung einer Stiftung und Patenschaften zwischen Alpengemeinden und zentralasiatischen Bergdörfern konkretisiert. Austausch und Zusammenarbeit, insbesondere im Bereich Energie, wie zum Beispiel dem Bau von Öfen und der Isolierung von Häusern, sind zurzeit das Hauptthema.
Eine wesentliche Plattform für den Austausch sind auch jährlich stattfindende internationale Konferenzen in unterschiedlichen zentralasiatischen Ländern, an denen die CIPRA ihre Erfahrungen in den Alpen einbringt. In Bishkek (Kirgistan) tauschten sich im November 2005 rund 150 Vertreterinnen und Vertreter aus sechs Berggebieten, dem Pamir, dem Tien Shan, aus dem Altai, den Karpaten, dem Kaukasus und aus den Alpen, über die Rolle der lokalen Selbstverwaltung in der nachhaltigen Entwicklung aus. In Arbeitsgruppen wurden Erfolgsfaktoren und Empfehlungen zur Stärkung der Selbstverwaltungseinheiten in Berggebieten erarbeitet. Diese wurden in einer Resolution festgehalten, welche an die Regierungen aller Bergländer, an die UNO, die Vertragsparteien der Alpenkonvention und an weitere interessierte Kreise gerichtet wurde.